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1929-1945

Die Winzerkapelle hat ihren Ursprung in der Deutschen Jugendkraft, die in den damaligen kath. Gemeinden gefördert wurde. Der Verein befasste sich hauptsächlich mit Sport. Als Präses fungierte Pastor Ebert.

Im Jahre 1929 machte Herr Josef Marbach, der sich aktiv in der Fußballmannschaft des Vereins beteiligte, den Vorschlag, innerhalb des Vereins eine selbstständige Musikabteilung zu gründen.
Diese Idee nahm man einstimmig an. Um das nötige Startkapital zu bekommen, wurde eine Haussammlung durchgeführt. Zusätzlich konnten von dem sich auflösenden katholischen Kirchen-Musikverein in Bingerbrück 12 intakte und 3 reparaturbedürftige Instrumente unentgeltlich in Empfang genommen werden.


Das Werk konnte nunmehr beginnen und der Leiter des Musikvereins Josef Marbach und seine 18 Bläser hatten es in der Hand, auf musikalischem Gebiet das kulturelle Leben der Gemeinde zu bereichern. Durch diese Musikabteilung des Vereins wurde in unserer Gemeinde etwas geschaffen, was bis dahin noch nicht dagewesen war und was von allen Bürgerinnen und Bürgern dankbar anerkannt wurde. Zwei Übungsstunden pro Woche waren in der damaligen Zeit kein Problem. Mit der Kapelle ging es flott aufwärts und an Fronleichnam 1930 konnte der erste öffentliche Auftritt verbucht werden. Erstmals begleitete eine eigene Kapelle die Prozession. Ohne Rast und Ruh wurde ein Klangkörper geschaffen, der weit über die Grenzen der Gemeinde ein großes Echo fand.

Durch eine anderweitige Verpflichtung als Musiker gab Herr Marbach leider 1936 den Dirigentenstab ab. Diesen übernahm  Herr Andreas Rippel, der dieses Amt bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 begleitete. Der Krieg verhinderte ein weiteres Vereinsleben und es wurde still um die Musik in unserer Heimatgemeinde. Alle Musiker wurden einberufen und mussten an die Front